Reiseinformationen Französisch Polynesien

Einreisebestimmungen
 ACHTUNG: als Tourist brauchen Sie eine ESTA Genehmigung, wenn Sie über die U.S.A. nach Papeete reisen.

Deutsche Staatsbürger, die geschäftlich oder privat höchstens 90 Tage einreisen möchten, benötigen kein Visum. Ein gültiger Reisepass und eine vorliegende elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA) sind für die Einreise in die Vereinigten Staaten erforderlich. Eine vorschriftsmäßige ESTA-Genehmigung ist normalerweise zwei Jahre, oder bis Ablaufdatum des Reisepasses, auch für mehrere Einreisen in die USA gültig. Die ESTA-Genehmigung beantragen Sie über diese Internetseite: https://esta.cbp.dhs.gov/esta/

Die Informationen hier gelten für Inhaber eines deutschen Reisepasses; falls Sie keinen deutschen Reisepass besitzen, gelten die jeweiligen Regeln für Ihr Land:

Nichtdeutsche Staatsbürger, deren Länder am Programm für visumfreies Reisen VWP teilnehmen, erhalten Informationen über das Programm sowie Angaben über die Anforderungen an die Beschaffenheit des jeweiligen Reisepasses von den zuständigen diplomatischen Vertretungen in ihrem jeweiligen Land unter www.usembassy.gov/

Allgemeine Informationen zu dem Programm für visumfreies Reisen finden Sie auf www.travel.state.gov.

Achtung: Kinderreisepässe, die nach dem 25. Oktober 2006 ausgestellt sind, sowie alle Kinderausweise sind für die visumsfreie Einreise in die Vereinigten Staaten nicht gültig.

Kinder, die mit einem Kinderreisepass oder Kinderausweis reisen, benötigen ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten. Kinder benötigen ihren eigenen elektronischen Reisepass (e-Reisepass), um ohne Visum reisen zu können. Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://www.auswaertigesamt.de

 Tipp: bitte verschließen Sie Ihre Koffer nicht vor Flugantritt am Check-in. Koffer können durch die amerikanischen Behörden gewaltsam geöffnet werden, sollten sich Verdachtsmomente ergeben.

Ausnahme: Ihr Koffer verfügt über ein sog. TSA-Schloss. Dieses Schloss kann von den Behörden mittels eines Generalschlüssels geöffnet werden.

Anreise
Französisch-Polynesien wird u. a. von Air France , Qantas , Air New Zealand, Delta Airlines, American Airlines und Air Tahiti Nui in Kooperation mit anderen Airlines angeflogen.
Der internationale Flughafen Papeete liegt etwa 6 km außerhalb der Stadt. Busse fahren alle 15 Minuten (Fahrzeit ca.15 Min.).

Zollbestimmungen
Folgende Artikel koennen zollfrei nach Französisch-Polynesien eingeführt werden:

  • 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen ab 17 J.);
  • 1 l Spirituosen (Alkoholgehalt über 22%) oder 2 l Spirituosen (Alkoholgehalt bis zu 22%) (Personen ab 17 J.);
  • 2 l Wein (Personen ab 17 J.);
  • 50 g Parfum und 250 ml Eau de Toilette;

andere Artikel fuer den persönlichen Gebrauch im Wert von bis zu 5000 CFP Fr (Kinder bis 15 Jahren 2500 CFP Fr).

Einfuhrverbot für Drogen, Narkotika, Waffen, tierische Produkte. Für Pflanzen und Pflanzenteile wird eine Sondergenehmigung benötigt

Geographie
Französisch Polynesien liegt etwa 17.000 km von Europa entfernt im Herzen der Südsee und besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen. Diese erstrecken sich über ein Meeresgebiet von 4 Millionen qkm, was ungefähr der Fläche Westeuropas entspricht. Die Fläche aller Inseln und Atolle zusammengefügt wäre nicht viel größer als Mallorca.

Die 118 Inseln verteilen sich auf fünf unterschiedliche Archipele:

Gesellschaftsinseln, Tuamotu-Archipel, Marquesas-Archipel, Austral-Inseln, Gambier-Inseln

Die nördlichsten Inseln liegen auf etwa 5° südlicher Breite, die südlichsten auf etwa 23° südlicher Breite. Von diesem zu Frankreich gehörenden Überseeterritorium kennt man oft nur die legendären Inseln Tahiti (Archipel der Gesellschaftsinseln, Inseln über dem Wind) und Bora Bora (Inseln unter dem Wind). Doch jeder Archipel besitzt einen ganz eigenen Charakter in Abhängigkeit von Unterschieden bezüglich Geographischer Lage, Klima, Geologie, Wirtschaft und Kultur.

Klima
Auf den Inseln und Atollen Französisch Polynesiens herrscht tropisches Klima mit maximaler Sonneneinstrahlung vor. Auf dem Tuamotu-Archipel gibt es fast 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Die das ganze Jahr über angenehmen Temperaturen entstehen durch die Südostströmung der Passatwinde. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 27°C, die Wassertemperatur der Lagunen bei etwa 26°C.

Es gibt keine großen Unterschiede das ganze Jahr über. Dennoch unterscheidet man zwei Jahreszeiten: ein heiße, feuchtere, welche von November bis März andauert, und eine angenehm warme, trockenere von April bis Oktober.

Geologie
Sämtliche Inseln Französisch-Polynesiens sind vulkanischen Ursprungs. Das unterschiedliche Landschaftsbild der Archipele lässt erkennen, dass die einzelnen Archipele ein unterschiedliches geologisches Alter aufweisen.

Die Marquesas-Inseln – weit im Norden Französisch Polynesiens – sind mit ihrer wilden Landschaft und zum Teil schroffen Steilküsten geologisch sehr jung. Korallenriffe, die sich auf festem Untergrund wie Vulkangestein ansiedeln können, fehlen hier noch völlig.

Der Archipel der Gesellschaftsinseln ist geologisch älter. Die Vulkaninseln sind von Erosion geprägt, die Landschaft erscheint sanfter im Vergleich zu den Marquesas-Inseln. Das Wachstum der Korallenriffe hat hier schon das Stadium der Wallriffe erreicht, die in einiger Entfernung vom Ufer ausgebildet sind. Zwischen Wallriff, in dessen Bereich sich kleine Inselchen, so genannte Motus ausgebildet haben, und Vulkaninsel selbst befindet sich die Lagune, die die Vulkaninsel wie einen Ring umgibt.

Bei den Atollen des Tuamotu-Archipels handelt es sich um mehr oder weniger kreisförmige Korallenriffe, die eine Lagune umschließen, während das Landgebiet vulkanischen Ursprungs völlig fehlt. Dies ist nach Theorie von Charles Darwin darauf zurückzuführen, dass die Vulkane, die an der Stelle der Atolle einst Inseln gebildet haben durch Erosion bis auf den Meeresspiegel abgetragen wurden und allmählich im Ozean verschwunden sind. Währenddessen hat das Riffwachstum kontinuierlich angehalten, und aus einem Wallriff wurde ein Atoll.

Flora und Fauna
Die üppige Natur und die intensiven, exotischen Düfte, die Seefahrern die Nähe der Inseln bereits von weitem ankündigen, übten schon immer eine magische Anziehungskraft aus. So sprach der Maler Henri Matisse von einem betörenden Duft, „der das Gedächtnis und die Sorgen um die Zukunft auslöscht…“.

Auf diesem fruchtbaren Boden gedeiht einfach alles. Eine der charakteristischsten unter den zahllosen Prachtexemplaren der exotischen Flora ist die Königin der polynesischen Blumen, die reine, fein duftende Gardenienart „Tiare Tahiti“. Sie ziert das Haar der Mädchen und Frauen, wächst in allen Gärten und ist aus keinem Kranz und keiner Blumenkette der Festtage wegzudenken. Überall und das ganze Jahr über entfalten Blüten eine schier grenzenlose, leuchtende Farbpalette. Vom Blutrot der „Opuhi“-Beete, über die grafischen Muster der tausend verschiedenen, vielfarbigen Heliconien oder Paradiesvogelblumen reicht sie bis hin zu den in unzähligen Pastell-Nuancen oder auch in Scharlachrot blühenden Bougainvillea-Hecken oder den Hibiskus-Blütenmeeren. In der lauen Abendluft vermischen sich die starken Aromen des Ylang-Ylang mit den feinen Düften des Frangipanier-Baums oder Jasmins.

Die Bewohner der Marquesas-Inseln wissen die geheimnisvollen Zauberkräfte der Düfte zu nutzen: Sie stellen aromatische Blumensträuße zusammen, und das Monoi Öl, mit dem sie sich einreiben, duftet nach Sandelholz.

Das warme Wasser der Südsee zählt zu den herausragenden Vorzügen von Tahiti und ihrer Inselwelt. Die Meeresfauna ist ebenso vielfältig wie die Geografie der Archipele und ihrer Meeresgründe. Der unablässige Tanz der Schwärme kleiner Schmetterlings-, Engel- und Clownfische, die sich rund um die Korallenriffe tummeln, wird ab und zu von einer Gruppe majestätischer Manta-Rochen begleitet. Und dieses heitere Treiben ist nur der Auftakt zu noch spannenderen Abenteuern: Tauchpartien zwischen Haien, das unvergessliche Schauspiel der Baracuda- Schwärme oder auch  eine Begegnung mit gigantischen, eindrucksvollen Walen vor den Küsten der Austral-Inseln.

Bevölkerung
Die Einwohner von Tahiti und ihren Inseln (245.405) bestehen zu 83 % aus Polynesiern, zu 12 % aus Europäern (meistens Franzosen) und zu 5 % aus Chinesen, die gegen Endes des 19. Jahrhundert einwanderten. 75 % der Bevölkerung wohnt auf den Inseln Tahiti und Moorea. In der Haupstadt Papeete und dessen Einzugsbereich leben allein 127.600 Einwohner.

Die Polynesier sind stolz auf ihre Inseln. Ihre Lebensfreude teilen sie gerne mit Besuchern aus aller Welt. Diese Lebensfreude drückt sich nicht nur in ihren eigenen traditionellen Tänzen aus, sondern auch in der Freude an der Musik. Ihre Leidenschaft fürs Meer zeigen die Polynesier beim täglichen Fischen, beim Surfen aber auch beim Rudern in den traditionellen Auslegerkanus, das als Landessport auf allen Archipelen ausgeübt wird.

Religion
Die Religion spielt in der polynesischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. 45 % aller Polynesier sind Protestanten, 34 % Katholiken und es gibt kleinere Gruppen von Mormonen, den Siebten-Tag-Adventisten. Viele kirchliche Organisationen betreuen Jugendvereine und spielen somit eine wichtige Rolle im sozialen und politischen Leben. Trotz der Modernisierung der heutigen polynesischen Gesellschaft ist die Gastfreundschaft eine lebendige Tradition, die nichts von ihrer Echtheit und Spontanität verloren hat.

Sprache
Französisch und Tahitianisch sind die beiden offiziellen Sprachen in Französisch Polynesien. In Gegenden, die von Touristen besucht werden, wird häufig Englisch gesprochen.

Ia Orana, Maeva und Manava lauten die drei Worte, mit denen die Polynesier ihre Gäste begrüßen bzw. willkommen heißen. Ganz im Sinne ihrer legendären Tradition der Gastfreundschaft empfangen sie Fremde mit heiteren, von Gitarren- und Ukulele-Klängen begleiteten Gesängen und mit einem Geschenk in Form einer Tiare-Blume, des subtil duftenden Sinnbilds von Tahiti und ihrer Inselwelt. Als Ausdruck der Freude, neue Menschen kennen zu lernen oder alte Freunde wieder zu sehen, werden die Ankömmlinge mit bunten Blumenkränzen geschmückt. Die Polynesier sind generell stolz auf ihre Inseln und glücklich, dort zu leben.

Und ein wichtiges Wort sollte jeder Besucher Französisch Polynesiens kennen: Mauruuru – das bedeutet Danke auf tahitianisch.

Feiertage
Neujahr,  5. März Missionarstag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai Tag der Arbeit, 8. Mai Tag des Sieges, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 29. Juni Jahrestag der inneren Autonomie, 14. Juli Nationalfeiertag , Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, 11. Nov. Jahrestag des Waffenstillstands, 25. Dez.

Inlandsflüge
Flugdienste der Air Tahiti Nui  verbinden Tahiti ab dem Tahiti Faaa Flughafen mit den Nachbarinseln (Moorea, Huahine, Raiatea, Bora-Bora, Maupiti) und den abgelegenen Inselgruppen Tuamotu, Rangiroa, Manihi, Mataiva, Anaa, den Austral-Inseln Rurutu und Tubuai, den Mangareva-Inseln sowie den Marquesa-Inseln Hiva Oa und Nuku Hiva. Regelmäßiger Flugtaxidienst zwischen Tahiti und Moorea.
Air Moorea  fliegt ab Tahiti Faaa Flughafen nach Moorea (Flugzeit: 10 Min.). Air Moorea bedient auch die Tetiaroa-Inseln.

Straßenverkehr/öffentliche Verkehrsmittel
Bus: Die preiswertesten Verkehrsmittel auf Tahiti und den meisten anderen Inseln sind die Le Truck-Busse, die offen sind und vom größten Markt Papeetes abfahren, und die großen, weißen RTC-Reisebusse. Es gibt keine Fahrpläne.

Taxis gibt es auf Tahiti, Moorea, Bora-Bora, Huahine und Raiatea. Sie stehen bei den meisten Hotels, an den Flughäfen und Fährhäfen.

Mietwagen: Internationale Mietwagenfirmen sind auf den größeren Inseln vertreten. Mopeds koennen ebenfalls preisgünstig gemietet werden.

Schiff: Zwischen Tahiti, Moorea und Aremiti verkehrt mehrmals täglich das Passagierschiff Aremiti-Katamaran 4 (Fahrtzeit: 30 Min.). Die Autofähre Aremiti-Katamaran 4 (Fahrtzeit: 1 Std.) verbindet ebenfalls mehrmals täglich Papeete, Vaiare und Moorea. Zwischen Tahiti und Moorea faehrt mehrmals täglich der Moorea Express-Katamaran. Als Passagierfähre braucht er eine halbe Stunde, als Autofähre eine Stunde.

Medizinische Hinweise
Die medizinische Versorgung ist ausreichend. Es gibt etwa 30 Krankenhäuser und etwa 300 Ärzte in Französisch-Polynesien.
Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung wird empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Wichtig: Alle Hotels in Franz. Polynesien müssen einen Gemeindesteuer (Kurtaxe) erheben. Diese bewegt sich – Stand August 2009 – bei ca. 1,00 – 2,00 € pro Person/Nacht und ist beim Check-out zu begleichen.

Unser Tipp: Die Tahiti Tourisme App – Ihr persönlicher Reiseführer vor Ort

 Tahiti Tourism hat ihre erste Reiseapp für Android und Apple Nutzer erstellt.

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Weitere, aktuelle Informationen finden Sie im Internet unter der offiziellen Website von französisch Polynesien und dem auswärtigen Amt